Was ist denn die "richtige" Auto-Gasmischung und was ist drin?
Autogas ist ein Gemisch aus Propan, Butan und anderen nichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen. Es ist chemisch und physikalisch ein anderes Produkt als Erdgas. Autogas verbrennt nahezu rückstandsfrei, denn es enthält keine Schadstoff bildenden Additive. Die Emissionen von Stickstoff, Kohlenwasserstoff und Kohlenmonoxid werden dadurch reduziert. Die Verbrennung im Motor verläuft, durch die hohe Klopffestigkeit (101 - 110 Oktan – vgl. Super Plus 98 Oktan), weich und vollständig.
Die Lebensdauer des Motors wird erhöht, Zündkerzen und Auspuffanlage geschont und wegen geringerer Motorverunreinigung verlängern sich die Intervalle des Ölwechsels.
Autogas ist Flüssiggas. Es unterscheidet sich aber vom Flüssiggas nach DIN 51622, dem Brenngas für Hauswärme oder Camping, durch einen viel höheren Butananteil. Butan hat einen höheren Energiegehalt als Propan, deshalb sind der Verbrauch, die Umweltbelastung und die Folgekosten geringer.
Mischungsverhältnisse von 95% Propan zu 5% Butan (95P/5B) werden zu einem niedrigeren Preis angeboten. Der höhere Propananteil im Autogas wirkt sich negativ auf den Verbrauch aus und eventuelle Preisvorteile des 95P/5B gegenüber Mischungen mit höherem Butananteil werden egalisiert. Die zur Zeit gängige Mischung für Autogas liegt bei 60P/40B.
Bei einem Mischungsverhältnis (60P/40B) sollten etwa 5%, bei (40P/60B) sogar eine 15% größere Reichweite pro 100km erzielt werden können, als gegenüber der 95P/5B Mischung.
Das Dampfdruckverhalten von Propan und Butan zeigt, daß reines Propan bei Atmosphärendruck bei einer Temperatur von -42°C kondensiert, reines Butan dagegen bei -7°C bereits in den flüssigen Zustand umgewandelt wird. Zudem weist Propan bei identischer Temperatur immer einen deutlich höheren Dampfdruck auf als Butan. Ein zu hoher Butananteil des Autogases im Winter senkt den Dampfdruck des Autogases zu weit ab. Zu hohe Butanmischungen können daher im Winter zu Problemen führen, weil sich Butan vom Verdampfer nicht mehr schnell genug in den gasförmigen Zustand versetzen lässt. Dahingegen verursachen zu hohe Propananteile einen höheren Verbrauch.